Archive for the ‘Rassismus’ Category

(B) Polizeikongress: Protest mit Adbusting am Alex

Mittwoch, Februar 7th, 2018

Da für 100% Repression Adbusting beim Polizeikongress

Gerade erst musste die Berliner Polizei mangels geeigneter Bewerber*innen die Bewerbungsfrist zum nächsten Ausbildungstermin verlängern. Eine Gruppe junger Kreativer hat sich zum Ziel gesetzt, die Polizei zu unterstützen: „Anlässlich des Polizeikongresses präsentieren wir am Alex eine verbesserte Plakatserie der Image-Kampagne @Da_fuer_Dich,“ sagt Steffi Henkel, der kreative Kopf der Gruppe. „Wir haben die Plakate so verbessert, dass sie die richtigen Leute ansprechen. In unserer Gesellschaft steht Polizei für Gewaltausübung und institutionellen Rassismus. Und wer ein Problem mit sexistischen Übergriffen hat, sollte sich gar nicht erst bewerben.“ steht in der Aktionserklärung, die das Kollektiv auf indymedia veröffentlichte.
(mehr …)

Kommunikationsguerilla zum Todestag von Oury Jalloh

Dienstag, Januar 9th, 2018

Kommunikationsguerilla an der Autobahn: Adbusting am Tourismus-Wegweiser

Pünktlich zum 13. Todestag des in Dessau von rassistischen Polizist*innen ermordeten Oury Jalloh ist in der Geschichte einiges passiert: Teile der linksliberale Presse können sich mittlerweile damit anfreunden, dass es bei der deutschen Polizei eine vertuschte rassistische Mordserie gegeben haben könnte, ein Ober-Staatsanwalt, der vermutlich einen krassen Karriereknick hinlegen wird, weil öffentlich geworden ist, dass er das Märchen von der spontanen Selbstentzündung für nicht so richtig gut gelogen hält, und ein staatlich bezahlter Gewalttäter, der aus seinem Job gedrängt worden ist, weil er aussagen wollte. Und so ist die Gedenkdemo dieses Jahr gut besucht und trifft auf ein hohes Medieninteresse. Bereits im letzten Jahr gab es eine ziemlich coole Memorial-Aktion für Oury Jalloh, doch dieses Jahr hat sich die Kommunikations-Guerilla hinterm S-Bahn-Ring nochmal übertroffen.
(mehr …)

Leseempfehlung: Zur seltsamen Abwesenheit von Religionskritik in der sogenannten Islamdebatte

Donnerstag, März 16th, 2017

Wir leben in Zeiten, in denen sich manche Linke immer noch schwer mit Religionskritik tun oder eine Haltung vertreten Kulturen nicht kritisieren zu dürfen, denen sie sich selbst nicht zugehörig fühlen. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich den bereits 2013 erschienenen Artikel „Zur seltsamen Abwesenheit von Religionskritik in der sogenannten Islamdebatte“ von Lothar Galow-Bergemann zu lesen.
(mehr …)

„Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ – Spendenwerbung-Adbusting thematisiert kolonialen Genozid

Donnerstag, Februar 23rd, 2017

Ein Werbeplakat der Caritas am S-Bahnhof Botanischer Garten nutzen unbekannte Street-Art-Künstler*innen, um auf die Verdrängung und Nicht-Aufarbeitung europäischer und deutscher Kolonialgeschichte aufmerksam zu machen. Wir haben die Bilder und die Aktionserklärung von linksunten.indymedia geklaut, um sie zu dokumentieren.

(mehr …)

Folter? …is mir egal.

Donnerstag, Februar 9th, 2017

Nächsten Sonntag wird die neue Bundespräsident*in gewählt. Favorisierte Kandidat*in ist Frank Walter-Steinmeier (SPD). Doch Frank-Walter findet nicht nur Krieg zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen gut. Mit ihm wird eine ehemalige Geheimdienstkoordinator*in Staatsoberhaupt, die mit massenhafter illegaler Überwachung massiv ungefähr alle Grundrechte verletzen ließ. Und auch das Folterverbot scheint Steinmeier egal zu sein.
(mehr …)

Diversität als Aufstandsbekämpfung?

Samstag, Februar 4th, 2017

Adbusting an der Georgenstraße nahe des Sowi-Instituts

Am besetzten Institut für Sozialwissenschaften scheint man ein sonderbares Verhältnis zum Begriff der Diversität zu haben. Eine Rolle spielt dieser nur, wenn es um das Unterdrücken von Protesten im eigenen Haus mittels der „Teile und Herrsche“- Strategie geht.
(mehr …)

Erinnerungs-Adbustings an Oury Jalloh in Sachsen

Mittwoch, Januar 11th, 2017

Da soll noch mal einer sagen, Sachsen sein ein Tal der Ahnungslosen: Das Wissen, wie man die Wall-Werbekästen im öffentlichen Nahverkehr zu poppigen Aktionsplattformen umfunktioniert, ist da auch schon angekommen ( → Schlüssel für die Werbekästen selber machen ← ). Die Aktionsgruppe „Black Rose“ beweist nämlich das Gegenteil: Mit einer Adbusting-Plakatserie in mehreren sächsischen Städten hat die Gruppe dem in einer Polizeiwache in Dessau erschlagenen und verbrannten Oury Jalloh gedacht.

(mehr …)

(B) Adbusting zu humanitärer Spendenwerbung – Es reicht mit rassistischer Werbung

Montag, Dezember 26th, 2016

Auf Indymedia meldet die Initiativgruppe antikarnevalistischer orientierungsloser Kinder und Erziehungsberechtigten (kurz: DIANOKIE), dass sie am Moritzplatz Werbeplakate von humanitären Hilfsorganisationen, die zum Spenden aufrufen, umgestaltet hat. Auf diese Weise soll Kritik an rassistischen Darstellungen geübt, sowie die Verbindung zwischen angesprochenen Missständen und dem Kapitalismus thematisiert werden. Als Alternative wird eine kommunistische und herrschaftsfreie Gesellschaft postuliert. „Ohne Rassismus und Herrschaft müsst ihr nicht spenden…“ lautet einer der Slogans.
(mehr …)

(B): Kommunikationsguerilla-Kämpfe in der M-Street 2004-2016

Freitag, November 4th, 2016

Streetart-Aktion zur Umbenennung der M-Street im Frühjahr 2016

Vergegenwärtigt man sich die Allgegenwart kolonialer Denkmuster im deutschen Diskurs, wundert es nicht, wie viel Widerstand sich gegen Initiativen regt, die versuchen, dies zu hinterfragen. Eines der beliebtesten Kampffelder ist die „Mohrenstraße“ in Berlin-Mitte. Die im 17. Jahrhundert entstandene Straße kreuzt die Friedrichstraße und passiert den Gendarmenmarkt, an ihrem westlichen Ende befindet sich eine U-Bahn Station mit gleichem Namen. Mit ihrer prominenter Lage ist sie Sinnbild für den Umgang mit rassistischen Überbleibseln aus der Kolonialzeit. In den letzten Jahren gab es verschiedene Initiativen zur Umbenennung. Dabei fanden auch immer wieder kreative Kommunikationsguerilla-Aktionen Anwendung, die hier betrachtet werden sollen.

(mehr …)

Günni Oettinger, ein heimlicher Kommunikations-Guerillio?

Montag, Oktober 31st, 2016

Man könnte meinen, EU-Kommissar Günther Oettinger (das ist der mit dem lustigen Englisch) ist unter die Kommunikationsguerill@s gegangen. Bereits bei seiner Antrittsrede 2010 als EU-Kommissar für Energie-, Strom- und so Zeug gab er sich größte Mühe, mit seiner mittlerweile legendären englischen Rede mittels unverständlicher Sätze in unverständlichem Englisch das Vertrauen der Bürger*innen in ihre Regierung mittels subversiver Formsprache zu zerlegen. Wer das für Zufall hält, wurde am Ende der Rede eines besseren belehrt: Dort forderte Günni Oettinger ganz offen: „(…) we have all chances to bringt Anarchy on a good way.“ (ab Minute 1:35 im Video). Und nun tritt er vor dem Hamburger Reeder*innen-Verein mit einer latent verstörenden Rede, die aus dem Repertoire der Yesmen entnommen sein könnte, auf.

(mehr …)

„Die Wölfe sind zurück?“ – Kommentar zum Kunstprojekt

Freitag, August 26th, 2016

Oberwolf
Das Kunstprojekt „Die Wölfe sind zurück?“ des Künstlers Rainer Opolka tourt momentan durch Deutschland. Opolka möchte damit Hass und Gewalt, die in Rassismus münden, thematisieren. Der Künstler steckt in seinem zur Ausstellung herausgebrachten Begleitheft hohe Ziele, denen er leider nicht im Geringsten gerecht werden kann. Zusätzlich sind seine Texte gefährlich lückenhaft und kehren staatliche Verstrickungen in die NSU-Morde komplett unter den Teppich.
(mehr …)

Postkolonialismus oder was das Früher mit dem Heute zu tun hat

Dienstag, Mai 31st, 2016

Im Mai 2016 überklebten Antira-Aktististis in der Berliner „Mohrenstraße“ die Straßenschilder. Damit tauften sie die Straße symbolisch in „Mandela-Straße“ um. Die Aktion thematisert das postkoloniale Erbe in D-Land und in der d-ländischen Kartoffelkultur. Und weil kaum wer weiss, was mit Postkolonialismus gemeint ist, versucht der Text alltagsnah die Relevanz des Politikfelds zu erklären.
(mehr …)

(B) Antirassistische Straßenumbennenung in Mitte

Donnerstag, Mai 12th, 2016

Am Donnerstag, den 12. Mai 2016, wurden im Stadtbezirk Mitte Straßenschilder in der sogenannten „Mohrenstraße“ überklebt und mit „Mandelastraße“ ersetzt. Zu der Aktion bekennt sich ein Zusammenschluss von Menschen gegen Kolonialrassismus. Die Gruppe nennt sich „mandela.jetzt“ und hat auf Indymedia-linksunten ein Schreiben veröffentlicht. Und weil die Gruppe uns netterweise pers Mail darauf aufmerksam machte, seien Schreiben und Fotos hier dokumentiert.

(mehr …)

Bodycams – der Videobeweis zur Rechtfertigung von Polizeigewalt

Mittwoch, April 20th, 2016

Der Berliner Hauptbahnhof ist seit Februar 2016 eine der Spielwiesen für die Erprobung eines neuen Gadgets für Bundespolizistinnen, sogenannten Bodycams. Auf der Schulter der patrouillierenden Beamtinnen montiert, sollen sie zukünftig Belege für polizeiliche Einsätze liefern. Kommt der Videobeweis für Platzverweise, Rucksackdurchsuchungen und Verkehrskontrollen?
(mehr …)

Kommunikationsguerilla unterwegs- in HH

Sonntag, April 17th, 2016

Einige Berliner*Innen mag es überraschen: Es gibt außer Berlin noch andere Großstädte im deutschsprachigen Raum. Eine dieser Städte ist Hamburg. Und die dortigen Chaot*Innen sind ebenfalls der Kommunikationsguerilla mächtig. So kleben dort seit einigen Wochen an prominenten Orten regelmäßig an offizielle Hinweisschilder erinnernde Aufkleber*Innen mit der Aufschrift: „Hier bitte keine Flüchtlinge anzünden. Touristengebiet“. Ebenfalls wurde die Variante „Hier bitte keine Flüchtlinge anzünden. Shoppingmeile“ gesichtet.
(mehr …)