Archive for the ‘Allgemein’ Category

Erinnerungs-Adbustings an Oury Jalloh in Sachsen

Mittwoch, Januar 11th, 2017

Da soll noch mal einer sagen, Sachsen sein ein Tal der Ahnungslosen: Das Wissen, wie man die Wall-Werbekästen im öffentlichen Nahverkehr zu poppigen Aktionsplattformen umfunktioniert, ist da auch schon angekommen ( → Schlüssel für die Werbekästen selber machen ← ). Die Aktionsgruppe „Black Rose“ beweist nämlich das Gegenteil: Mit einer Adbusting-Plakatserie in mehreren sächsischen Städten hat die Gruppe dem in einer Polizeiwache in Dessau erschlagenen und verbrannten Oury Jalloh gedacht.

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(B) Adbusting zu humanitärer Spendenwerbung – Es reicht mit rassistischer Werbung

Montag, Dezember 26th, 2016

Auf Indymedia meldet die Initiativgruppe antikarnevalistischer orientierungsloser Kinder und Erziehungsberechtigten (kurz: DIANOKIE), dass sie am Moritzplatz Werbeplakate von humanitären Hilfsorganisationen, die zum Spenden aufrufen, umgestaltet hat. Auf diese Weise soll Kritik an rassistischen Darstellungen geübt, sowie die Verbindung zwischen angesprochenen Missständen und dem Kapitalismus thematisiert werden. Als Alternative wird eine kommunistische und herrschaftsfreie Gesellschaft postuliert. „Ohne Rassismus und Herrschaft müsst ihr nicht spenden…“ lautet einer der Slogans.
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B: Klebezettel-Kommunikationsguerilla gegen AKP-Besuch an der HU

Sonntag, November 27th, 2016

Beril Dedeoğlu, eine ehemalige AKP-Ministerin, besucht am 1.12. die Berliner Humboldt-Uni. Dieser Besuch wirft seinen Schatten voraus. Beril Dedeoğlu wird vorgeworfen, für die Repression gegen kritische Akademiker*innen verantwortlich zu sein. Mit einer Aufkleber-Aktion machten Unbekannte im Campus Mitte auf den bisher weitestgehend unbekannten Besuch aufmerksam.
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(B): Kommunikationsguerilla-Kämpfe in der M-Street 2004-2016

Freitag, November 4th, 2016

Streetart-Aktion zur Umbenennung der M-Street im Frühjahr 2016

Vergegenwärtigt man sich die Allgegenwart kolonialer Denkmuster im deutschen Diskurs, wundert es nicht, wie viel Widerstand sich gegen Initiativen regt, die versuchen, dies zu hinterfragen. Eines der beliebtesten Kampffelder ist die „Mohrenstraße“ in Berlin-Mitte. Die im 17. Jahrhundert entstandene Straße kreuzt die Friedrichstraße und passiert den Gendarmenmarkt, an ihrem westlichen Ende befindet sich eine U-Bahn Station mit gleichem Namen. Mit ihrer prominenter Lage ist sie Sinnbild für den Umgang mit rassistischen Überbleibseln aus der Kolonialzeit. In den letzten Jahren gab es verschiedene Initiativen zur Umbenennung. Dabei fanden auch immer wieder kreative Kommunikationsguerilla-Aktionen Anwendung, die hier betrachtet werden sollen.

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Günni Oettinger, ein heimlicher Kommunikations-Guerillio?

Montag, Oktober 31st, 2016

Man könnte meinen, EU-Kommissar Günther Oettinger (das ist der mit dem lustigen Englisch) ist unter die Kommunikationsguerill@s gegangen. Bereits bei seiner Antrittsrede 2010 als EU-Kommissar für Energie-, Strom- und so Zeug gab er sich größte Mühe, mit seiner mittlerweile legendären englischen Rede mittels unverständlicher Sätze in unverständlichem Englisch das Vertrauen der Bürger*innen in ihre Regierung mittels subversiver Formsprache zu zerlegen. Wer das für Zufall hält, wurde am Ende der Rede eines besseren belehrt: Dort forderte Günni Oettinger ganz offen: „(…) we have all chances to bringt Anarchy on a good way.“ (ab Minute 1:35 im Video). Und nun tritt er vor dem Hamburger Reeder*innen-Verein mit einer latent verstörenden Rede, die aus dem Repertoire der Yesmen entnommen sein könnte, auf.

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Autonomie oder was Aristoteles und Autonome gemeinsam haben

Samstag, Oktober 29th, 2016

Adbusting-Aktion beim Berliner Polizeipräsidenten

Mit dem Buch „Politik“ von Aristoteles werden Studierende bis heute gequält. Angesichts der rassistischen, sexistischen und autoritätshörigen Scheiße in dem Buch fragen sich viele: „Warum ?“ Die Standard-Antwort ist dann, das viele Teile des neuzeitlich-westlichen Denkens von Aristoteles schon um 320 v. Chr. vorweg genommen wurden und noch heute unsere Weltsicht prägen. Das mag richtig sein, doch darüber hinaus findet sich in wichtige Ansätze für emanzipatorisches Denken. So geht der Autonomie-Begriff der heutigen Linksradikalen auf Aristoteles zurück (beispielhaft sei hier eine Adbusting-Aktion beim Berliner Polizeipräsidenten aufgezeigt).

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Panoptische Gebäude in echt: Der „Narrenturm“ am AKH

Donnerstag, Oktober 27th, 2016

Vor ein paar Wochen gings hier ja um Facebook, Foucault und das Panoptikum. In einem Interview hatte der Schauspieler Christoph Waltz der Firma Facebook vorgeworfen, der neue Faschismus zu sein. So sympathisch so ein Ausraster auch sein mag, so falsch ist doch der Schluss aus ihm. Warum das so ist, erklärte unser Text mit Foucault und dem Begriff des Panoptikum. Die ein oder andere Lesende war überrascht bis entsetzt, dass panoptische Gebäude wirklich gebaut wurden, und u.a. in Berlin noch als Knäste in Betrieb sind. Per Mail sind wir jedoch darauf aufmerksam geworden, dass es noch viel schönere Panoptika (oder was sonst auch immer der Plural von Panoptikum sein mag) gibt.
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Zwei Dada-Ausstellungen zu den Großmüttern der Kommunikationsguerilla

Dienstag, Oktober 25th, 2016

Dada gilt vielen als ein Ursprung vieler Aktionstechniken der heutigen Kommunikationsguerilla. Geschichtsinteressierte Kommunikationsguerill@s könnten deshalb die beiden Kunstausstellungen in der Hauptstadt mit Exponaten der Dada-Künstler*innen interessieren. Gerade die Zusammenschau könnte interessant sein, da die eine Ausstellung eine Fan-Veranstaltung ist und die andere zumindest versucht, aus einer bürgerlich-bescheuerten Perspektive eine kritische Distanz einzunehmen.
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Girl Gangs over Potsdam Fr, 28. Oktober 20:00h

Sonntag, Oktober 23rd, 2016

Girl Gangs over… Potsdam – eine visuelle Attacke gegen das Patriarchat, in der Frauen* allzu oft auf ihr Aussehen reduziert werden. Vortrag. Diskussion.Workshop am Freitag, 28.10.2016. Beginn: 20 Uhr
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Kommunikationsguerilla im Krankenhaus?

Samstag, Oktober 22nd, 2016

Unter der Überschrift „Linke nehmen Vivantes hoch“ berichtet die Journalistin Nelli Tügel in der Ausgabe vom 20.10.2016 des „Neuen Deutschlands über eine Kommunikationsguerilla-Aktion. Mit einer gefälschten Pressemitteilung, die von einem vermutlich „gespooften“ Mailaccount verschickt wurde, kritisieren die unbekannten Verfasser*innen „falsche Krankenhausfinanzierung und Arbeitsbedingungen“.
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(B) Adbusting am Abgeordnetenhaus: „Auch in der Demokratie ist alles doof.“

Samstag, September 24th, 2016

Adbusting am Abgeordnetenhaus 2016

Während nach der Wahl in Berlin die Koalitionsverhandlungen laufen, feierte Am Abgeordnetenhaus in der Nacht zum 23.09.2016 eine Schafherde ihre ganz eigene Nach-Wahlparty. Als Gästebuch dienten die Werbeplakate, die vor dem Parlamentsgebäude in der Niederkirchnerstraße angebracht sind. Konsens in den dort angebrachten Adbustings scheint zu sein, dass es nicht notwendig ist, irgendwelche Koalitionsverhandlungen abzuwarten, denn eins steht schon fest: „Auch in der Demokratie ist alles doof“ ist dort nun unter anderem zu lesen.
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(B) Korrigierte Wahlplakate vor dem Polizeirevier am Tempelhofer Damm

Mittwoch, September 21st, 2016

Adbustings vor dem Sitz der Berliner Polizeipräsident*in

Am Morgen des Wahlsonntags erstrahlen in Berlin vor dem Polizeirevier am Tempelhofer Damm herrschaftskritisch veränderte Wahlplakate. Um auf den Fakt hinzuweisen, dass auch ein demokratisches Regime ohne staatlich bezahlte Gewalttäter*innen geliefert ist, hat ein Aktions-Kollektiv namens CKK (Chaos-Kunst-Kommando) in der Nacht vor der Berlinwahl am Sonntag, den 18.9. 2016, direkt vor dem zentralen Berliner Polizeirevier und Sitz des Polizeipräsidenten Wahlplakte verbessert. Die Plakate fordern nun unter anderem „Polizei abschaffen!“ oder „Mut zur Herrschaftsfreiheit“.
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(B) Adbusting-Protest bei CDU und SPD

Montag, September 12th, 2016

In der Nacht von Sonntag auf Montag haben unerkannt gebliebene Adbusting-Aktivist*innen der Gruppe „Papier-und-Kleister-Konglomerat“ (PKK) direkt vor den Berliner Landes-Parteizentralen der SPD und CDU Wahlplakate verbessert. „Wir kritisieren, dass nach der Wahl Polizeigewalt weiterhin selbstverständlich Bestandteil der demokratischen Herrschaft sein wird, auch mit eventuell anderen Koalitionspartner*innen in der Regierung.“, sagt Franka Müller, 1. Kleistermeister*in der PKK.
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Der Einsatz im Inneren ist längst Realität

Sonntag, August 21st, 2016

Adbusting im November 2015 zum Zapfenstreich am Reichstag

Boris Boillon, der Vorsitzende der Innenminister*innenkonferenz freut sich. Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren zusammen mit der Polizei steht kurz vor dem Durchbruch: „Ich erwarte, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Thomas de Maizière am 31. August grünes Licht für die Übungen geben“, sagte er laut „Zeit online“. Doch der Einsatz des Militärs im Inneren ist längs Realität.
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[B] Adbusting-Aktion am Innensenat

Samstag, August 20th, 2016

Adbusting vor dem Innensenat

Ausgerechnet mit einer Adbusting-Aktion im Berliner Wahlkampf vor Henkels Innensenat am Molkenmarkt kritisieren unbekannte Plakatkünstler*innen der Gruppe „Henkelz Homies“ die Innenpolitik von Grünen und Linken. Vor der Kulisse von „Henkels Home“ legt nun eine sprechblasenförmige Plakatstörer*in dem Spitzenkandidaten der Linken, Klaus Lederer, den Spruch „Polizeigewalt: Auch für uns ein nötiges Übel der Herrschaftssicherung“ in den Mund. Und die radfahrende Figur im Motiv der Grünen sagt: „Legal? Illegal? Allen Innensenator*innen scheißegal.“ Mit dem Kurz-Link bit.ly/kleineresübel verweist die Gruppe zudem auf einen Text im Internet, der bezweifelt, dass die Oppositionsparteien beim Wahlkampfthema „Polizeigewalt“ eine Alternative seien.
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