Archive for the ‘Allgemein’ Category

Besetzung erfolgreich, aber Holm kommt trotzdem nicht zurück ans ISW

Donnerstag, Februar 16th, 2017

Heute morgen haben die Besetzer*innen des Institut für Sozialwissenschaften ihre Aktion für beendet erklärt. Die Präsident*in der HU, Sabine Kunst, hatte bereits letzten Freitag die Kündigung des Stasi-belasteten Stadtsoziologen Andrej Holm zurückgenommen und damit die Hauptforderung erfüllt. Doch so schnell wird Holm trotzdem nicht an die HU zurückkommen.
(mehr …)

Foltermeier-Adbusting am Schloss Bellevue

Samstag, Februar 11th, 2017

Foltermeier-Adbusting am Schloss Bellevue

Das gab es nicht mal bei Christian Wulff: Pünktlich zur Wahl des*der Bundespräsident*in hat eine Gruppe unbekannter Streetart-Aktivist*innen am Schloss Bellevue in Berlin-Tiergarten mit einer Adbusting-Aktion auf die Vergangenheit des zukünftigen Bundespräsidenten Frank-Walter-Steinmeier aufmerksam gemacht. In eine Werbeanlage direkt am Schloss Bellevue hängte die Gruppe ein Poster dem Slogan „Folter? Is mir egal“ und einer Karrikatur von Steinmeier mit Axt hinterm Rücken. „In seiner Zeit als Kanzleramtschef lehnte es Steinmeier ab, sich für die Freilassung des deutsch-türkischen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz zu engagieren“ erläutert Elsa Meier, eine der beteiligten Künstler*innen. „Nun soll ausgerechnet Steinmeier als Bundespräsident über das Grundgesetz und das daraus abgeleitete Folterverbot wachen“.
(mehr …)

Folter? …is mir egal.

Donnerstag, Februar 9th, 2017

Nächsten Sonntag wird die neue Bundespräsident*in gewählt. Favorisierte Kandidat*in ist Frank Walter-Steinmeier (SPD). Doch Frank-Walter findet nicht nur Krieg zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen gut. Mit ihm wird eine ehemalige Geheimdienstkoordinator*in Staatsoberhaupt, die mit massenhafter illegaler Überwachung massiv ungefähr alle Grundrechte verletzen ließ. Und auch das Folterverbot scheint Steinmeier egal zu sein.
(mehr …)

Morgens am Anhalter Bahnhof…

Sonntag, Februar 5th, 2017

Am Anhalter Bahnhof

Morgens am Anhalter Bahnhof…

Diversität als Aufstandsbekämpfung?

Samstag, Februar 4th, 2017

Adbusting an der Georgenstraße nahe des Sowi-Instituts

Am besetzten Institut für Sozialwissenschaften scheint man ein sonderbares Verhältnis zum Begriff der Diversität zu haben. Eine Rolle spielt dieser nur, wenn es um das Unterdrücken von Protesten im eigenen Haus mittels der „Teile und Herrsche“- Strategie geht.
(mehr …)

Der Aufstand am Institut für Sozialwissenschaften und Albert Camus „Der Mensch in der Revolte“

Dienstag, Januar 31st, 2017

Das Überraschende an der aktuellen Besetzung des Institut für Sozialwissenschaften wird nicht ihr Scheitern sein. Das Überraschende und Erklärungsbedürftige am Aufstand der Studierenden ist, das der Aufstand überhaupt stattfindet. Ein Erklärungsversuch mit Albert Camus „Der Mensch in der Revolte“ aus der Textreihe „theoretisches praktisch“.

(mehr …)

Berlin: Solidarische Adbusting-Grüße nach Baku

Samstag, Januar 28th, 2017

Mit einer Adbusting-Aktion an der aserbaidschanischen Botschaft solidarisiert sich eine Berliner Street-Art-Gang mit zwei inhaftierten oppositionellen Street Artists aus Baku. Der Hintergrund: Am 11. Mai 2016, dem „Blumentag“ genannten aserbaidschanischen Nationalfeiertag, haben Giyas und Bayram aus Protest gegen das politische Regime ein Denkmal mit dem Slogan „Alles Gute zum Sklaventag!“ verschönert. Sie wurden in einem Schauprozess zu 12 Jahren Haft verurteilt, nachdem die Cops ihnen zwei Kilo Heroin untergeschoben haben.
(mehr …)

Erinnerungs-Adbustings an Oury Jalloh in Sachsen

Mittwoch, Januar 11th, 2017

Da soll noch mal einer sagen, Sachsen sein ein Tal der Ahnungslosen: Das Wissen, wie man die Wall-Werbekästen im öffentlichen Nahverkehr zu poppigen Aktionsplattformen umfunktioniert, ist da auch schon angekommen ( → Schlüssel für die Werbekästen selber machen ← ). Die Aktionsgruppe „Black Rose“ beweist nämlich das Gegenteil: Mit einer Adbusting-Plakatserie in mehreren sächsischen Städten hat die Gruppe dem in einer Polizeiwache in Dessau erschlagenen und verbrannten Oury Jalloh gedacht.

(mehr …)

(B) Adbusting zu humanitärer Spendenwerbung – Es reicht mit rassistischer Werbung

Montag, Dezember 26th, 2016

Auf Indymedia meldet die Initiativgruppe antikarnevalistischer orientierungsloser Kinder und Erziehungsberechtigten (kurz: DIANOKIE), dass sie am Moritzplatz Werbeplakate von humanitären Hilfsorganisationen, die zum Spenden aufrufen, umgestaltet hat. Auf diese Weise soll Kritik an rassistischen Darstellungen geübt, sowie die Verbindung zwischen angesprochenen Missständen und dem Kapitalismus thematisiert werden. Als Alternative wird eine kommunistische und herrschaftsfreie Gesellschaft postuliert. „Ohne Rassismus und Herrschaft müsst ihr nicht spenden…“ lautet einer der Slogans.
(mehr …)

B: Klebezettel-Kommunikationsguerilla gegen AKP-Besuch an der HU

Sonntag, November 27th, 2016

Beril Dedeoğlu, eine ehemalige AKP-Ministerin, besucht am 1.12. die Berliner Humboldt-Uni. Dieser Besuch wirft seinen Schatten voraus. Beril Dedeoğlu wird vorgeworfen, für die Repression gegen kritische Akademiker*innen verantwortlich zu sein. Mit einer Aufkleber-Aktion machten Unbekannte im Campus Mitte auf den bisher weitestgehend unbekannten Besuch aufmerksam.
(mehr …)

(B): Kommunikationsguerilla-Kämpfe in der M-Street 2004-2016

Freitag, November 4th, 2016

Streetart-Aktion zur Umbenennung der M-Street im Frühjahr 2016

Vergegenwärtigt man sich die Allgegenwart kolonialer Denkmuster im deutschen Diskurs, wundert es nicht, wie viel Widerstand sich gegen Initiativen regt, die versuchen, dies zu hinterfragen. Eines der beliebtesten Kampffelder ist die „Mohrenstraße“ in Berlin-Mitte. Die im 17. Jahrhundert entstandene Straße kreuzt die Friedrichstraße und passiert den Gendarmenmarkt, an ihrem westlichen Ende befindet sich eine U-Bahn Station mit gleichem Namen. Mit ihrer prominenter Lage ist sie Sinnbild für den Umgang mit rassistischen Überbleibseln aus der Kolonialzeit. In den letzten Jahren gab es verschiedene Initiativen zur Umbenennung. Dabei fanden auch immer wieder kreative Kommunikationsguerilla-Aktionen Anwendung, die hier betrachtet werden sollen.

(mehr …)

Günni Oettinger, ein heimlicher Kommunikations-Guerillio?

Montag, Oktober 31st, 2016

Man könnte meinen, EU-Kommissar Günther Oettinger (das ist der mit dem lustigen Englisch) ist unter die Kommunikationsguerill@s gegangen. Bereits bei seiner Antrittsrede 2010 als EU-Kommissar für Energie-, Strom- und so Zeug gab er sich größte Mühe, mit seiner mittlerweile legendären englischen Rede mittels unverständlicher Sätze in unverständlichem Englisch das Vertrauen der Bürger*innen in ihre Regierung mittels subversiver Formsprache zu zerlegen. Wer das für Zufall hält, wurde am Ende der Rede eines besseren belehrt: Dort forderte Günni Oettinger ganz offen: „(…) we have all chances to bringt Anarchy on a good way.“ (ab Minute 1:35 im Video). Und nun tritt er vor dem Hamburger Reeder*innen-Verein mit einer latent verstörenden Rede, die aus dem Repertoire der Yesmen entnommen sein könnte, auf.

(mehr …)

Autonomie oder was Aristoteles und Autonome gemeinsam haben

Samstag, Oktober 29th, 2016

Adbusting-Aktion beim Berliner Polizeipräsidenten

Mit dem Buch „Politik“ von Aristoteles werden Studierende bis heute gequält. Angesichts der rassistischen, sexistischen und autoritätshörigen Scheiße in dem Buch fragen sich viele: „Warum ?“ Die Standard-Antwort ist dann, das viele Teile des neuzeitlich-westlichen Denkens von Aristoteles schon um 320 v. Chr. vorweg genommen wurden und noch heute unsere Weltsicht prägen. Das mag richtig sein, doch darüber hinaus findet sich in wichtige Ansätze für emanzipatorisches Denken. So geht der Autonomie-Begriff der heutigen Linksradikalen auf Aristoteles zurück (beispielhaft sei hier eine Adbusting-Aktion beim Berliner Polizeipräsidenten aufgezeigt).

(mehr …)

Panoptische Gebäude in echt: Der „Narrenturm“ am AKH

Donnerstag, Oktober 27th, 2016

Vor ein paar Wochen gings hier ja um Facebook, Foucault und das Panoptikum. In einem Interview hatte der Schauspieler Christoph Waltz der Firma Facebook vorgeworfen, der neue Faschismus zu sein. So sympathisch so ein Ausraster auch sein mag, so falsch ist doch der Schluss aus ihm. Warum das so ist, erklärte unser Text mit Foucault und dem Begriff des Panoptikum. Die ein oder andere Lesende war überrascht bis entsetzt, dass panoptische Gebäude wirklich gebaut wurden, und u.a. in Berlin noch als Knäste in Betrieb sind. Per Mail sind wir jedoch darauf aufmerksam geworden, dass es noch viel schönere Panoptika (oder was sonst auch immer der Plural von Panoptikum sein mag) gibt.
(mehr …)

Zwei Dada-Ausstellungen zu den Großmüttern der Kommunikationsguerilla

Dienstag, Oktober 25th, 2016

Dada gilt vielen als ein Ursprung vieler Aktionstechniken der heutigen Kommunikationsguerilla. Geschichtsinteressierte Kommunikationsguerill@s könnten deshalb die beiden Kunstausstellungen in der Hauptstadt mit Exponaten der Dada-Künstler*innen interessieren. Gerade die Zusammenschau könnte interessant sein, da die eine Ausstellung eine Fan-Veranstaltung ist und die andere zumindest versucht, aus einer bürgerlich-bescheuerten Perspektive eine kritische Distanz einzunehmen.
(mehr …)