Archive for Januar, 2016

Bundeswehr-Werbung zerstört. Was bringt es?

Montag, Januar 11th, 2016

Bundeswehr-Adbusting am Bendler-Block

Noch bis Februar plant die Bundeswehr und das Kriegsministerium, die Öffentlichkeit mit ihrer seit Anfang November laufenden mindestens 12 Mio. Euro schweren Werbekampagne republikweit zu behelligen. Landauf landab arbeiten sich Kritiker_Innen des Militärs bereits an den Bundeswehr-Plakaten mit Sachbeschädigungen, Plakataktionen oder Aufklebern an den Plakaten ab. Dabei kommen auch Aktionsformen aus dem Arsenal der Kommunikationsguerilla wie Adbustings oder gecoverte Websites
http://machwaszaehlt.de/ zum Einsatz. Angesichts der mauen Proteste gegen den Zapfenstreich im November und des geringen Interesses am Syrien-Einsatz der deutschen Soldateska erscheint der Widerstand aus dem linken Lager gegen die poppige mordsmäßige Kampagne überraschend groß. Doch welcher Eindruck ist am Ende stärker? Der beabsichtigte Werbeeffekt der Militärs oder die Subversion durch die Gegenaktionen?
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Gut gemeint: Kommunikationsguerilla im Mainstream

Montag, Januar 4th, 2016

sh:z vom 12.12.2015

Wie sehr Methoden der Kommunikationsguerilla gerade mainstream werden, zeigt ausgerechnet eine Protestaktion von Landwirten in Schleswig-Holstein aus dem Dezember 2015. Um auf die ihrer Meinung nach zu niedrigen Erzeugerpreise für Milch und Milchprodukte aufmerksam zu machen, gehen sie in Begleitung von Journalist_Innen in Supermärkte und Discounter. Dort kleben sie Aufkleber mit dem Hinweis „Ich bin mehr wert, als du bezahlen musst!“ auf die Milchtüten im Kühlregal. Laut dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) wurden allein im Landkreis um die Stadt Itzehoe 350 der Aufkleber verklebt. Doch ganz so einfach ist Kommunikationsguerilla dann doch nicht. Um das Potential der Aktionsform voll auszunutzen, bedarf es einiger zusätzlicher Zutaten.
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Linksradikale verhöhnen tote Polizist_In?

Freitag, Januar 1st, 2016

BILD am 26.12.2015

Mit obiger Schlagzeile versuchte die Bild-Zeitung über die Feiertage ihr Zielpublikum in Festtagsstimmung zu bringen. Hintergrund der Story ist ein nur für wenige Stunden sichtbares Posting auf linksunten.indymedia.org. Seinen Weg in die Medienlandschaft fand die Geschichte über einen rassistischen Blog. Doch das ist nicht das einzige Bedenkenswerte an der Pose.
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