Archive for November, 2015

Der Film zum Wochenende: Staatsfeind Nr. 1

Freitag, November 20th, 2015

Wie oft hört man selbst nach den Snowden-Enthüllungen von unbedarften Zivilist- und BürgerInnen den unsäglich dummen Satz „Ich hab ja nichts zu verbergen!“? Ähnlich geht es auch Robert Clayton Dean (Will Smith) 1998 in die Kinos gekommenen Film „Staatsfeind Nr. 1“.
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Das Verhältnis von Kunst und Politik beim Adbusting

Freitag, November 20th, 2015

Mit Kunst Politik zu machen, scheint immer beliebter zu werden. Akteure wie das „Zentrum für Politische Schönheit“ promoten das, was sie unter Kunst verstehen, sogar als der neue Weg effektiv linke Politik zu machen. Dabei blenden sie aus, dass die Wahrnehmungs-Ökonomie von „Kunst“ im Bereich der Politik nur unter bestimmten Bedingungen funktioniert. Und diese Bedingungen haben wenig mit emanzipatorischer Politik zu tun. Eine Analyse der Bedingungen, unter denen Kunst politisch sein kann.
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Anti-Forensik für Computer

Mittwoch, November 18th, 2015

Darüber, was nach einer Hausdurchsuchung mit der beschlagnahmten IT-Infrastruktur passiert, ranken sich viele Gerüchte. In diesem Vortrags-Video zum Thema „Anti-Forensik“ erzählt ein IT-Forensiker von seiner Arbeit und gibt Tipps, wie man ihm seinen Kollegen das Leben schwer machen kann.
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Neusprech zur Rechtfertigung neuer deutscher Kriege

Dienstag, November 17th, 2015

Die letzten 25 Jahre der Bundeswehr sind vor allem 25 Jahre der Bombardements, Massaker und Skandale. Es sind aber auch Jahre des Neusprechs. Die Leistungen der unterschiedlichen euphemistisch als „Verteidigungsminister“ bezeichneten deutschen Kriegsherren und Damen auf dem Gebiet der Akzeptanzbeschaffung für Mord und Totschlag als Mittel der Politik sind angesichts des 60. Geburtstags der Bundeswehr eine besondere Laudatio wert.
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Vielfältige Aktionen zum Zapfenstreich?

Freitag, November 13th, 2015

Mit dem Einsickern von Marketing-Sprech in den linksradikalen Sprachgebrauch ist man ja versucht, alles, wo nur ein kleines bisschen mehr ging, als angeblichen „Erfolg“ abzufeiern. So dürfte es vielen auch anlässlich der Proteste gegen den „Großen Zapfenstreich“ vor dem Reichstag zum 60. Geburtstag der Bundeswehr gehen. Mit Hilfe des Werkzeuges der „Medienschau“ soll hier versucht werden, den „Erfolg“ der Proteste zum Zapfenstreich vor dem Reichstag 2015 zu „messen“.
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Adbusting-Aktion in Berlin anlässlich Zapfenstreich:

Donnerstag, November 12th, 2015

Adbusting gegen den Zapfenstreich vor dem Reichstag in Berlin

Anlässlich des Zapfenstreiches auf der Reichstagswiese zum 60.Geburtstags der Re-Militarisierung in Deutschland hat eine KünstlerInnengruppe mit veränderten Werbetafeln in Mitte in den öffentlichen Raum hinein interveniert. Die Gruppe greift dabei das Motto der Militärparade auf und verändert es in „60 Jahre Bundeswehr? Ein Grund zum Reiern.“ Ein weiteres Motiv ist zudem nach Angaben der KünstlerInnen in ihrer Mitteilung von einem unserer Texte der letzten Woche inspiriert. Der Text „Von deutschen Supermärkten darf nie wieder Krieg ausgehen“, der das diskursive Motiv „Freiheit des Welthandels“ auf seine Funktion in der Akzeptanzbeschaffung für Militär-Expeditionen hin untersucht, wurde von der Gruppe graphisch umgesetzt. An dieser Stelle vielen Dank von der Redaktion dafür. Es freut Schreibende immer, wenn ihre Texte etwas anst0ßen!
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Von deutschen Supermärkten darf nie wieder Krieg ausgehen

Dienstag, November 10th, 2015

Verändertes Bundeswehr-Adbusting Wir.dienen.Deutschlands.Supermärkten

Am Mittwoch, den 11.11.2015 veranstaltet die Bundeswehr eine Militär-Parade einschließlich Fackelmarsch und Wehrmachtskarabinern. Auf der Tribüne vor dem Reichstag werden 3000 Staatsgäste erwartet. Das Motto der Geburtstagsparty ist „60 Jahre Bundeswehr. 25 Jahre Armee der Einheit“. Anlässlich dieser Veranstaltung und der Gegendemo versucht wird hier herausgearbeitet, dass die letzten 25 Jahre „Sicherung des Friedens und des Handels“ vor allen Zugang zu billiger Arbeit und Rohstoffen bedeuten.
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Workshop-Wochenende bei „Grüne Woche demaskieren“

Sonntag, November 8th, 2015

Seit zwei Jahren begleitet die Kampagne „Grüne Woche demaskieren“ das fast gleichnamige PR-Spektakel der deutschen Nahrungsmittelindustrie, dass jährlich im Januar in der Berliner Messe stattfindet. Die Gruppe experimentierte dabei neben klassischen Protestformen auch mit subversiven Methoden aus dem Werkzeugkasten der Kommunikationsguerilla. Mit Blick auf die kommenden Proteste im Jahr 2016 lädt „Grüne Woche demaskieren“ vom 20.11. bis 22.11.15 ein, die Proteste gegen die nächste „Grüne Woche“ mit zu planen und vorzubereiten. Mit einem Blick ins Programm lässt sich sagen, dass das Veranstaltungskonzept ganz schön gut klingt. Die Einbindung neuer Leute scheint tatsächlich ernst gemeint zu sein. Auch ein non-hierarchischer Ablauf scheint ernsthaft angestrebt.
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Berlin, Humbolt-Uni: Gender-Trouble-Ausstellung auf den Klos

Freitag, November 6th, 2015

Gender-Trouble-Ausstellung in den Nasszellen im SoWi-Institut an der HU Berlin

Interessantes gibt’s von der Humboldt-Uni zu vermelden. Dort hat am Institut für Sozialwisenschaft ganz schlimmes Gender-Chaot*Innen-Pack zugeschlagen und die Nasszellen in „Gender-Trouble-Ausstellungen“ verwandelt. Und die mutmaßlichen Studies machen dabei trotz des universitären Elfenbeinturms einiges richtig…
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60 Jahre Bundeswehr: Wirkt das faschistische Erbe im deutschen Militär?

Donnerstag, November 5th, 2015

Adbusting gegen Militär, Neuköln 2015

Am 11.11.2016 feiert die Bundeswehr mit einer Militärparade vor dem Reichstag ihren 60. Geburtstag. „Kein Grund zum feiern“ findet ein linksradikales Bündnis, das zu einer Demo aufruft. Das historisierende Motto der Militär- Veranstaltung und der implizite Positivbezug der Militärs auf ihre dunkle Frühzeit lädt ein, genauer hinzuschauen. Was für eine Armee wird da eigentlich gefeiert? Wie ist das deutsche Militär bei seiner Gründung mit seinem Erbe aus der Nazi-Zeit umgegangen?
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Facebook, Foucault und das Panoptikum

Mittwoch, November 4th, 2015

Alles und jede ist heutzutage in den sogenannten „sozialen Netzwerken“ vertreten. Auch viele linke Gruppen nutzen Facebook. Bei Organisationen, die darauf angewiesen sind, im medialen Diskurs als cool und poppig wahrgenommen zu werden wie Campact oder pengg-collective, macht die Mobilisierung über Facebook oder Twitter einen großen Teil ihrer Aktivitäten aus. Doch ausgerechnet im gesellschaftlichen Mainstream fängt man an, sich Sorgen um die Verwendung der dort gesammelten Daten zu machen. So glaubt z.B. der Schauspieler Christoph Waltz, dass „Facebook ein Schritt Richtung Faschismus“ sei. Was ist von solcher Kritik zu halten? Eine Analyse der postmodernen Überwachungsstrukturen mithilfe des Panoptikums von Michel Foucault.
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Herrschaftskritisch gegen Staat und Militär

Dienstag, November 3rd, 2015

SPD-Abusting gegen Krieg, 2005

Angesichts der Pläne der Bundesregierung, anlässlich des 60. Jubiläums der jüngsten deutschen Armee mal wieder eine Militärparade mit 3000 Staatsgästen zu veranstalten, bietet es sich an, sich mit der Kritik an Militär zu beschäftigen. Die gängigen Argumentationen gegen die Bundeswehr versuchen oft, die Gründe, die angeblich für die Existenz der Bundeswehr sprechen, zu entkräften. Aber selbst wenn dies gelingen sollte, liegen immer noch keine Gründe auf der Hand, die Bundeswehr abzuschaffen. Dabei gibt es genug davon. Einige Argumente für eine offensive und herrschaftskritische Grundsatzkritik an Militär, Staat und Ausbeutung:
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Berlin: Workshop zu Adbusting und Rassismus

Sonntag, November 1st, 2015

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Jenseits des Hypes um Kommunikationsguerilla und Adbustings scheint es in Berlin am Wochenende vom 5. und 6. Dezember in Berlin mal wieder eine sinnvolle Veranstaltung zu Adbusting zu geben. Die in der Nord-Süd-Politik tätige (ihrer Selbstdarstellung zufolge) “macht-kritische Bildungs.Initiative glokal e.V. veranstaltet ein Wochenende zu Rassismuskritik und Adbusting. Im Gegensatz zu den Hype-Veranstaltungen, bei denen es entweder um leicht und lustig konsumierbare Unterhaltung für das aktivistische Fußvolk oder der bildungsbürgerlichen SpenderInnen oder im die Inszenierung der eigenen Organisation als “cool” und “hip” geht, scheint glokal einen politisch sinnvollen Ansatz zu verfolgen. Es scheint darum zu gehen, dass sich ohnehin schon an Antira-Themen interessierte Menschen mit Theorien beschäftigen und dann Adbusting als Weg der Politik zu nutzen. Gerade beim Thema Alltagsrassimus scheinen Adbusting und Subversion sinnvollen Taktiken zu sein, um z.B. Den oft in Werbekampagnen transportierten unterschwelligen Rassismus sichtbar und kritisierbar zu machen.
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