Unter dem Titel „Kämpfende Hütten. Urbane Proteste von 1872 bis heute.“ finden ab dem 1.10. im TheaterSpielRaum (Bethanien-Südflügel) am Mariannenplatz in X-Berg bis zum 18.10. eine Ausstellung, Verstaltungen und Filmvorführungen statt.

Die Veranstaltenden schreiben: „Kotti & Co., die Palisadenpanther, blockierte Zwangsräumungen, Refugees besetzen eine ehemalige Schule, Rentner_innen ihre Freizeitstätte, nachts brennen Autos und jetzt werden Unterschriften für einen Mietenvolksentscheid gesammelt. Die Kämpfe um die Stadt in Berlin nehmen zu und zwar rasant. Aus NachbarInnen werden solidarische Nachbarschaften, die sich gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Verdrängung wehren.“

Weiter heißt es: „Aber wer hat schon einen Überblick über die aktuellen Kämpfe? Oder gar über die Geschichte urbaner Proteste in Berlin? Wer weiß schon, dass Ulrike Meinhof im Märkischen Viertel Stadtteilarbeit machte? Wie war das mit dem Häuser besetzen in West und Ost und wo wird gerade die Stadt der Zukunft verhandelt? Wir sind auf alle Fälle dabei, mit unserer Ausstellung „KÄMPFENDE HÜTTEN – Urbane Proteste in Berlin von 1872, den Blumenstraßenkrawallen, bis heute. Vom 01.10.2015 bis 18.10.2015 im TheaterSpielRaum im Südflügel des Bethanien in Kreuzberg, jeweils von Donnerstag bis Sonntag. Abends dann mit Filmen und Diskussionen und aktuellen Planungen für eine Stadt für alle und natürlich mit uns.“

Zu finden ist die Ausstellung vom 01.–18. Oktober 2015 im TheaterSpielRaum, Bethanien-Südflügel, am Mariannenplatz 2B, 10997 Berlin-Kreuzberg. Geöffnet ist die Ausstellung von Do–So, 16-19 Uhr. Die Veranstaltungen beginnen ab 19 Uhr.

Im Rahmen der Ausstellung finden folgende Veranstaltungen statt:

Do 1.10. / Vernissage mit Kulturprogramm / „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“ / Weber-Herzog Musiktheater mit Christa Weber, Christof Herzog, Adi Kantor, Sinje Kätsch, Anneli Echterhoffs
Über Gentrifizierung, Vertreibung der Bürger aus den Innenstädten, erzählt dieses kleine Musiktheaterstück am Beispiel der Abrisspläne der Wilhelmstrasse in Berlin-Mitte.

Fr 2.10. / 45 Jahre Hausbesetzungen in Berlin
/ Ein kleiner Abriss der Geschichte Berliner Hausbesetzungen in den letzten 46 Jahren von 1969 bis 2015 mit Kurzclips,Videos und Beiträgen einzelner Akteur*innen unterschiedlicher Epochen mit anschließender Diskussion und Debatte.

Sa 3.10. / Stadtteilarbeit und Frauenfilm am Beispiel des Films „Für Frauen – 1. Kapitel“ mit der Filmemacherin Christina Perincioli / Film und Lesung

So 4.10. / Einladung zum Treffen der Stadtteilgruppen, MieterInnenInitiativen, Einzelkämpfer_innen
/ stellt kurz eure Gruppe, eure Ini, das aktuelle Projekt oder „Drama“ vor / was immer wir daraus gemeinsam entwickeln … allein machen sie dich ein – gemeinsam sind wir stark

Fr 9.10. / Die Anfänge der Berliner Mieter_innenbewegung 1872-1933 / Steigende Mieten und Spekulation sind kein neues Phänomen in Berlin. Auch im 19. Jahrhundert wehrten sich Mieter_innen gegen die Verwertung ihres Wohnraums / Führung

Sa 10.10. / „Verdrängung hat viele Gesichter“ Dokumentarfilm , 94 min , Berlin / Film in Anwesenheit der Filmemacher_innen mit anschließender Diskussion & Resumee 6 Jahre „radikale Stadtteilarbeit“

So 11.10. / Berlin in Bewegung – auf den Spuren von Protest und Widerstand der Migration / Stadt ist Migration, Migration ist ein turbulenter Prozess von Eingrenzung, Ausschluss, Hybridisierung, Differenzierung, kollidierenden Interessen und affektiver SolidaritŠt. Bei der Fahrradtour werden wir versuchen, die Stadtgeschichte von Berlin als Migrationsgeschichte auszuloten.
Sonntag, 11.10.2015, 14.00-17.00 Uhr / Treffpunkt: Vor der Ausstellung

Do 15.10. / Hausbesetzungen in Ostberlin
/ Erzählcafe

Fr 16.10. / „Wohnen in der Krise“ – Internationale Kämpfe

Sa 17.10. / „Mietrebellen“ in Anwesenheit des Filmemachers Matthias Coers / Film

So 18.10. / Abschlussparty

Mehr Infos:

http://kaempfendehuetten.blogsport.eu/