Benz, Wolfgang: Was ist Antisemitismus? Bonn 2008.

Wolfgang Benz ist Leiter des Institutes für Extremismus-Forschung an der TU Berlin. In dem Buch versucht er, eine auf empirische Daten gestützte Analyse des „neuen“ Antisemitismus seit 1945. Es geht ihm nicht um aufgeregten Alarmismus, der immer dann einsetzt, wenn bei einigen Wenigen der latente gesellschaftliche Antisemitismus in gewalttätige Handlung umschlägt. Benz geht es um die Art und Weise der gesellschaftlichen Wahrnehmung der jüdischen Minderheit, und den Ort, den diese im Bewusstsein der Gesellschaft einnehmen. Der Autor analysiert die Verbindungen bei der Genese der bürgerlichen Gesellschaft und dem modernen Antisemitismus. Für die Jetzt-Zeit fragt er nach den Brücken zwischen extremen Antisemit_innen und dem aktuellen „patriotischen Projektes“ das angeblich aus seiner Vergangenheit gelernt habe und deshalb damit weitermachen dürfe, wo 1945 aufgehört wurde.

Das Buch ist im Grimm-Zentrum der Humboldt-Uni zu Berlin zweimal zum Anfassen und als Online-Ressource verfügbar.

Es wird bei der bpb unter ISBN 978-3-89331-562-8 gerade für einen Euro verscherbelt.

Für ca. 10 Euro gibt es das Buch als Ch. Beck-Ausgabe im linken Buchladen deiner Wahl.