Geulen, Oliver: Geschichte des Rassismus. Bonn 2007.

In seinem kleinem Buch beschreibt der Autor Rassismus als von Menschen gemachtes gesellschaftliches Ordnungsprinzip, dass weder metahistorisch noch universell noch biologisch zwangsläufig sei. Zudem betont er die Wandelbarkeit der rassistischen gesellschaftlichen Diskurse. Diesen Veränderung spürt Geulen von der Antike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis in die Moderne nach. Die heute in der Auseinandersetzung mit all den „Wir-sind-keine-Rassisten-und das-wird-man-ja-wohl-noch-mal-sagen-dürfen“-Rassist_innen bedeutsame Verschiebung vom auf „Rasse“ rekurierende Rassismus zum auf „Kultur“ verweisenden Kulturalismus kommt leider viel zu kurz. Zudem rekuriert der Autor auf die sog. „Extremismus-Theorie“.

Erhältlich bei der bpb ISBN 978-3-89331-838-4. Wird dort gerade für einen Euro das Stück verramscht. Im linken Buchladen deiner Wahl als Beck Wissen für ca. 10 Euro.