Die Toten, die nicht passiert sind?

Angesicht der Gelbwesten-Proteste im Nachbarland Frankreich kann man die Militarisierung der Polizei eindrucksvoll bewundern. Außerdem passieren in der hiesigen Medienlandschaft erstaunliche Dinge. Noch gestern, also Wochen nach Beginn der Proteste schreibt z.B der Bayrische Rundfunk auf seiner Webpage: „Es ist eine extreme Gewalt, und man befürchtet bei den nächsten Demonstrationen am Samstag, dass es Tote geben könnte bei den Auseinandersetzungen mit der Polizei.“ Das Interessante an dem bildungsbürgerlichen Spießer-Blabla ist der Konjunktiv: Denn die französische Polizei hat bereits vier Menschen im Verlauf der Proteste getötet. Aber es redet irgendwie kaum wer darüber…
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Adbusting zum Volkstrauertag an der Neuen Wache

Adbustings zum Volkstrauertag an der Neuen Wache in Berlin

Anlässlich der Kranzniederlegungen in der Neuen Wache zum sogenannten „Volkstrauertag“ am 18.11.2018 hat die Künstler*innengruppe “Kein Volk, kein Staat, kein Vaterland! (KVKSKV)” vor Ort Adbustings aufgehängt. Als Vorlage für ihre Kritik nutzen sie die aktuellen Werbeplakate der Bundeswehr. Doch statt mit dem Gesicht eines netten Typen für die Killertrupps des sogenannten “Kommando Spezialkräfte” zu werben, grinst den Passant*innen aus den Werbekästen ein Totenkopf mit Stahlhelm entgegen. Statt des ursprünglichen Spruches „Kämpfe nie für dich allein“ lautet der Slogan nun „Kämpfe nie für Volk und Nation.“ Zudem informiert eine Sprechblase die Besucher*innen der Kranzniederlegung: „Volkstrauer heißt Diktatur und Krieg verherrlichen“.

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Inhalt oder Poser-Bilder? Eine Analyse am Beispiel eines Adbustings zum NSU-Urteil

Mit Adbustings (was ist Adbusting?) haben am 5.11.2018 „Autonome Gruppen“ auf die mangelnde Aufklärung im NSU-Prozess hingewiesen. U.a. mit dem Slogan: „Beate Tschäpe wurde verurteilt. Andreas Temme nicht“ zeigen die Künstler*Innen, dass es neben dem Trio noch viele weitere Personen und auch Nazis aus den Geheimdiensten in den braunen Terror verstrickt waren. Nebenbei lassen sich exemplarisch an den Bildern der Aktion Probleme der Aktionsform in Vermittlungs- und Gestaltungsfragen aufzeigen.
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Adbustings veralbern Rheinmetall in Kassel

Egal ob am Hauptbahnhof, auf dem Rummel am Friedrichplatz oder auf der Lutherstraße: Kassler Bürger*innen blieben heute an vielen Orten in der Innenstadt verdutzt stehen. Warum? Die Gruppe „Anti Mill-Müll“ (AMM) kritisierte heute mit einer umfangreichen Plakat-Aktion den Rüstungskonzern Rheinmetall. Sie manipulierten die Poster derart, dass der Eindruck erweckt wurde, Rheinmetall hätte sie im Rahmen einer Imagekampagne selbst bestellt.

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Adbustings zur Einheitsfeier in Berlin

Adbusting zur Einheitsfeier am Brandenburger Tor

Mit spektakulären Adbustings hat die Gruppe „Kein Deutschland“ in Mitte auf die hässlichen Seiten des deutschen Nationalismus aufmerksam gemacht. Am Brandenburger Tor, vor dem Kanzler*innenamt, am Hauptbahnhof und rund um den Reichtags begrüßen Slogans wie „Das größte Feste der Staatsgewalt“ oder „Nur mit Ertrinken im Mittelmeer die Besucher*innen des Einheits-Fests. Hier die auf Indymedia und per Mail veröffentlichte Aktionserklärung:

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Take-Over für den Hambacher Forst

Mit Take-Overs macht ein Aktionskollektiv aus Berlin auf die Geschehnisse im Hambacher Forst aufmerksam. Ihr Aktionsaufruf versucht die ganze Palette von „Spende!“ bis „Fahr hin!“ abzudecken.
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B: Soli-Adbusting mit linksunten zum Tag der Offenen Tür am Innenministerium

Adbustings zum Tag der Offenen Tür am Innenministerium

Zufälle gibt: Dieses Jahr fällt der Jahrestag des Verbotes der offenen Nachrichtenplattform linksunten.indymedia.org mit dem Tag der Offenen Tür im für Pressezensur zuständigen Innenministerium zusammen. Doch Protest ist da nicht einfach, denn wie es sich für eine autoritäre Regierung gehört, verbietet die Besuchsordnung der Veranstaltung explizit Versammlungen und das Verteilen von Druckwerken (thats what democracy looks like in 2018…). Doch dank der in Berlin omnipräsenten Großflächenwerbeanlagen gelang es dem Kommunikationsguerilla-Kollektiv „Hit Horst Hard (HHH)“ pünktlich zum Beginn der Veranstaltung direkt neben dem Haupteingang des Zensur- und Abschiebungsministeriums zwei Adbustings zu arrangieren.
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„We shoot you – and declare it self-defense“: Adbusting am Berliner Dom gegen Polizeigewalt

Adbusting gegen Polizeigewalt am Berliner Dom

„We shoot you – and declare it self-defense“: Verbunden mit der Schusswaffe einer*m bewaffneten Berliner Polizist*in zielt dieser Spruch seit heute von Werbetafeln am Berliner Dom auf Tourist*innen und Kirchenbesucher*innen. Anlass der Streetart-Aktion ist der Schußwaffeneinsatz zweier Polizisten am 3.6.2018. Dabei schossen zwei Beamte auf eine Person und behaupteten, diese habe sie mit einem Messer angegriffen. Was vermutlich eine Lüge war, wie das Adbusting-Kollektiv „No Logo No Label“ in der jetzt hier folgenden Aktionserklärung feststellt.
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Adbustings rund um den Reichstag zum Tag der Bundeswehr

Bundeswehr-Adbusting vor dem Bundestag in Berlin-Mitte

Bereits einen Tag vor dem Tag der Bundeswehr muss sich das Militär Kritik in Berlin Mitte rund um den Reichstag gefallen lassen. Denn die Gruppe „Bundeswehr enttarnen“ hat dort Adbustings in Werbevitrinen gehängt.
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Die Schüsse im Berliner Dom: Wo ist das Messer?

Aufregung in Berlin. Schüsse im Dom auf der Museumsinsel. Einen Tag später taucht ein Video auf. Die Bild titelt: „Video zeigt wie der Messer-Mann gestoppt wurde“. Doch genau das zeigt das Video nicht: Es fehlt das Messer.
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Neukölln wehrt sich gegen Invasion von Bundeswehr-Werbung

Auf de.indymedia.org veröffentlichete heute eine „Billboard Liberation Front Stadt Rixdorf“ eine Fotoserie von Adbustings gegen Militär-Werbung der Bundeswehr.
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Berlin: Chaot*innen greifen Niedersächsische Vertretung mit Adbustings gegen Polizeigewalt an

Gestern haben Chaot*innen der Gruppe “hupphupphurra” ein Adbusting vor der niedersächsischen Landesvertretung im Bund in Berlin angebracht. Damit reagierten sie auf die krasse Polizeigewalt, welche Demonstrierende letzte Woche in Hitzacker erfuhren, als sie den im Wendland berüchtigten Staatschützer Olaf Hupp outeten.

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B: Adbusting weist den Weg zum Militärlobby-Verein „Freundeskreis Deutsches Heer“

Neues Adbusting beim Förderkreis Deutsches Heer.
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Street-Art-Künstler*innen sagen Militär-Lobby mit Adbusting die Meinung

Polizisten am Adbusting zum Förderkreis Deutsches Heer

Laut Indymedia hat die Künstler*innengruppe „Kein Metall“ mit Adbustings dem Förderkreis Deutsches Heer die Meinung gegeigt. Dafür veränderten sie breitflächig Werbung direkt gegenüber deren Büros Unter den Linden/ Ecke Friedrichstraße. Offensichtlich traf die Aktion einen Nerv: Mit Blaulicht und Sirene kam die Polizei, um das Kunstwerk zu zerstören.
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Bundeswehr „kaputt gespart“ bei 50% Budget-Steigerung?

Vergleich Bundeshaushalt 2006 und 2017, geklaut bei https://crp-infotec.de/deutschland-bundeshaushalt/

Das mediale Etablissement ist sich einig: Die Bundeswehr wurde „kaputt gespart“. Wie das bei einem in den letzten Jahren kontinuierlich um über 50% erhöhten Kriegsetat geht und was der „Förderkreis Deutsches Heer“ ist, wird versucht, hier zu verdeutlichen.
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